| Im gesamten Projektgebiet gibt es nur 13 Kilometer asphaltierte Strasse, die Strecke von Korioume (dem Hafen) ueber Kabara (Flughafen) bis hinein nach Timbuktu. Schwierig zu befahrende Pisten, urspruenglich mit einer Laterit-Unterlage gebaut, verbinden Timbuktu, Goundam, Dire, Tonka und Niafunke. Eine weitere reicht bis Nampala im Westen. Alle anderen Wege sind von LKW eingefahrene Pfade.
Um wirksam sein zu koennen, ist ein Projekt auf moeglichst gute Kommunikation angewiesen. Grundpfeiler des Kommunikationssystems im Programm Mali-Nord war noch bis vor kurzem die Funkverbindung. Seit 2007 ist fast das gesamte Projektgebiet von den Sendern der beiden in Mali operierenden Mobilfunkgesellschaften erschlossen (Malitel und Orange).
Grundausruestung des Programms ist eine Flotte von neun Gelaendefahrzeugen, fuenf Breaks und fuenf Pritschenwagen (Pickups) des Typs Mercedes Benz 290 GD mit Dieselmotoren. Die Fahrzeuge sind mit zusaetzlichen Treibstofftanks ausgestattet. Sie koennen bis zu 210 l Treibstoff tanken und sind deshalb auch auf laengeren Strecken autark.
Diese Fahrzeugflotte wird vom Projektteam selbst koordiniert. Fahrzeuge werden nach Bedarf einzelnen Niederlassungen zugeordnet. Die Flotte wird von einer privaten Werkstatt in Bamako gewartet und von einem freiberuflichen deutschen Kfz-Fachmann technisch begleitet. In Bamako unterhaelt das Programm ein Ersatzteillager. Den Nachschub regelt das Projekt-Team. Er wird ueber die GTZ bzw. Daimler-Chrysler in Frankfurt abgewickelt.
Die am Fluss gelegenen Niederlassungen haben fuer den taeglichen Bedarf je ein Motorboot zur Verfuegung. Es handelt sich um die laenglichen auf dem Niger ueblichen Pinassen. Sie sind mit Yahama 40 PS Aussenbordmotoren ausgeruestet.
Fuer den Transport von schweren Lasten, Motorpumpen oder zum Uebersetzen von Fahrzeugen verfuegt das Programm ueber drei motorisierte Pontons (kanadische Leichtbaufaehren). Sie wurden 1999 aus der Liquidationsmasse eines kanadisch-malischen Gemeinschaftsprojekts erworben.
Die Leiter der Niederlassungen haben je ein Gelaendemotorrad (Yahama 125 Enduro) zur Verfuegung, die im flussnahen Gelaende auch mit Pirogen (Stuk-Booten) uebersetzen koennen.
Alle Lastentransporte blieben von Anfang an privaten Unternehmen vorbehalten. Das sollte die Transportkapazitaet im Westen von Timbuktu staerken. Wegen der weit hoeheren Wertschoepfung wird, wo immer moeglich, dem traditionellen Transport der Vorrang vor dem modernen gegeben.
Die Rueckfuehrung der Vertriebenen aus Goundam besorgetn Eselskarawanen (insgesamt 300 Tiere); das Baumaterial (Zement, gefalteteten Baustahl) transportieren Kamelkarawanen an die entlegenen Brunnenbaustellen in der suedlichen Sahara.
Als das Programm im Januar 1995 die Arbeit in Lere aufnahm, zaehlte man am freitaeglichen Wochenmarkt sieben Fahrzeuge. Fuenf Jahre spaeter, im April 2000, waren es mehr als einhundert.
Die Niederlassungen am Fluss werden mit Booten versorgt. Waehrend des Hochwassers (September bis Januar) fahren die Dampfer der staatlichen Dampfschifffahrtsgesellschaft. Die meisten Lasten gehen transportiert jedoch die traditionelle Flussschifffahrt, Pirogen, Segelboote und Pinassen.
|