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In Lere begann das Programm im Januar 1995 seine Arbeit und richtete hier wenig spaeter seine erste Niederlassung ein. Sie bestand aus zwei Gebaeuden, einem Buero- und Wohnhaus sowie einem Wirtschaftsgebaeude. Im Laufe der Zeit konnten angrenzende Grundstuecke dazu gemietet werden. Auf einer Betonplattform wurde eine grosse Lagerhalle, "Rub Hall", aus Bestaenden des UNHCR installiert. Hier lagerten Nahrungsmittel, Zelte, Decken und Kuechenutensilien in grossen Mengen fuer die Verteilung an die zurueckkehrenden Fluechtlinge (bis 1997); heute lagern je nach Bedarf und Jahreszeit Baumaterialien, Werkzeug oder Getreide.
Seit Anfang des Jahres 2000 leitet Mohamed Ag Malha, genannt "Momo" diese Niederlassung. Er ist Tuareg und Lehrer von Beruf. Er hat zuvor die Niederlassungen in Aratene (seit 1995) und in Gargando (seit 1997) geleitet, die im Herbst 1999 (neben den
Niederlassungen in Karal, Lerneb und Raz-El-Ma) an die Deutsche Welthungerhilfe uebergingen. Mohamed Ag Malha koordinierte in den Fluechtlingslagern in Mauretanien ein Schulprogramm, er hatte dort mit verschiedenen privaten Organisationen zusammengearbeitet. Im Rahmen des Programms Mali-Nord wurde er deshalb zum Sonderbeauftragten fuer alle Kooperations-Programme mit dem UNHCR (1996 bis 1999). Um die Rueckfuehrung der Fluechtlinge aus Mauretanien hat er sich aeusserst verdient gemacht.
Die Niederlassung in Lere ist das Eingangstor von Bamako in die Region und ein logistischer Schwerpunkt des Programms. Von hier aus wird nicht nur der Funkverkehr koordiniert, ueber Lere wird auch die Versorgung der Niederlassungen mit Ersatzteilen
abgewickelt. Die Niederlassung in Lere ist unmittelbar zustaendig fuer vier Gemeinden: Dianké , Gathi Loumo, Lere und Nampala, daneben (nach Bedarf) fuer die fuenf laendlichen Gemeinden, in denen die DWHH arbeitet: Dioura, Sonima, Lerneb, Gargando und Raz El Ma.
Erste und groesste Aufgabe der Niederlassung war es, die abertausende von Fluechtlingen auf dem Weg in ihre angestammten Gebiete zu begleiten und zu betreuen. Sehr rasch ging es daneben um ein umfangreiches Programm des Wiederauf- und Neubaus (Wasserversogung, Schulen, Gesundheitsstationen, veterinaermedizinische Einrichtungen, Rathaeuser usw.).
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