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Seit 1995 zaehlt der Kessou, so nennt man die Landschaft zwischen dem Tessakant, dem Farabongo und dem Kondi, zu den Schwerpunkten des Programms Mali-Nord. Dies ist eine der aermsten Landschaften des Projektgebiets. Hier liegen die Doerfer der sesshaften Songhoi - sie bauen vor allem Reis und Weizen an - dicht neben den Siedlungen der Tuareg und der Bellah.
Im Zeitraum von 1996 bis 2003 Jahren sind mehr als vierzig Bewaesserungsfelder (knapp 1.000 Hektar) und etwa zwei Dutzend Bodensenken (Mare) ausgebaut worden, die ein paar Hundert Hektar umfassen. Alle Bevoelkerungsgruppen haben gleichermassen Nutzen von ihnen. Fuer (fast) alle sind die modernen Anbau- und Wirtschaftsmethoden neu und fremd.
Um besser zu bewahren, was bereits geschaffen worden ist, und um neuen Massnahmen intensiver begleiten zu koennen, hatte das Programm Mali-Nord einen Standort gesucht, der vom Wasser wie von der Piste gleichermassen gut zu erreichen ist.
96 Kilometer trennen Goundam von Timbuktu. Auf halber Strecke liegt das Dorf Douekire, zugleich Hauptort der gleichnamigen laendlichen Gemeinde. Parallel zur Strasse verlaeuft der Tessakant, ein schmaler Seitenarm des Niger. Dieser Arm versorgt den Lac Tele, vor allem aber das System des Lac Faguibine (am Suedrand der Sahara) mit Wasser. Douekire liegt auf der suedlichen Seite dieses Nebenflusses und ist waehrend des groesseren Teils des Jahrs mit dem Wagen nicht zu erreichen.
Gegenueber von Douekire liegt Tin Zongho (Tamascheck: Ort des Schakals). Hier hatte man auf dem Gelaende einer verlassenen und halb verfallenen frueheren landwirtschaftlichen Ausbildungsstaette den geeigneten Ort gefunden.
Im Herbst 2000 waren die Gebaeude hergerichtet. Seitdem werden von hier aus die Vorhaben im Kessou betreut. Schwerpunkt ist auch hier die Bewaesserungslandwirtschaft. Leiter dieser Niederlassung ist El Kassim Ag Hade (Tuareg) - auf dem Bild am Brunnen rechts neben dem damaligen deutschen Botschafter, Herrn Karl Prinz. Er stammt aus Tin Telout, dem Nachbardorf. Sein Vertreter ist Kalil Djitteye (Songhoi). Er stammt aus Douekire. Beide kennen den Sektor genau und sind respektierte Vertreter ihrer Volksgruppen.
Alle Ausbau- und Beratungsarbeiten der Bewaesserungslandwirtschaft im Kessou nimmt der Unternehmer Aliou Maouloud wahr, der innerhalb von wenigen Jahren den durchschnittlichen Ertrag pro Hektar auf knapp 6 Tonnen hat steigern koennen.
Bild 01: Neuer Brunnen zur Versorgung von Tin Zongho
Bild 02: Gebaeude aus den sechziger Jahren
Bild 03: Am Tessakant bei Tin Zongho
Bild 04: Picknick in Tin Zongho
Bild 05: El Kasssim Ag Hade (links) mit dem nationalen Koordinator des Programms Mali-Nord, Yehia Ag Mohamed Ali
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