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Wenn das Binnendelta sich vollgesogen hat, ergiessen die Fluten sich in nordoestlicher Richtung und ueberschwemmen die Seensysteme des Nordens. Auf den Bildern der NASA sieht man jenseits des Binnendeltas zunaechst den Lac Horo, dann den Lac Fati und schliesslich das bei Goundam sich buendelnde System von Lac Tele (suedlich) und Lac Faguibine (der dreieckige See im Norden). Jeder Landstrich nutzt den Segen des Wassers auf seine Weise. Der Lac Tele (Bild 1) dient heute im wesentlichen als Weideland. Im Rahmen des Programms Mali-Nord soll ein Teil seiner Flaeche (insgesamt 15.000 Hektar) fuer den Ackerbau (Reisanbau) zurueckgewonnen werden Bild 2 zeigt die Senke (das Mar) von Farana. In der Naehe des Flusses fuellen sich grosse Bodensenken mit Wasser. Je nach Wassertiefe werden hier unterschiedliche Kulturen angebaut. Schwimm-Reis z. B. vertraegt bis zu vier Meter Tiefe. Im Rahmen des Programms wird diese Produktion gefoerdert und angeregt. Die Flora (Bild 3) passt sich den amphibischen Bedingungen an. Waehrend kurzer Perioden ist alles von Wasserpflanzen uebersaet (November bis Januar), dann trocknet das flache Flussbett aus und die Duenen praegen die Landschaft (Bild 4). Grosse Investitionen sind erforderlich, um die Wassermassen des Niger im grossem Stil zu baendigen und die weiten Flaechen kontrolliert zu ueberschwemmen. Das Deichsystem des Lac Horo (Bild 5) ist ein Beispiel fuer eine solche Investition. Hier war die deutsche EZ lange vor dem Programm Mali-Nord engagiert. In Niafunke findet sich ein FIDA-Projekt mit aehnlicher Zielsetzung. |
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