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Das traditionelle Baumaterial der Region ist der Lehm (Banco). Er wird den besten oertlichen Tonerdevorkommen entnommen, wochenlang gewaessert und fermentiert, schliesslich durchwalkt und mit Zusaetzen wie Mist, Stroh, Reis- oder Weizenschrot vermengt, die seine Oberflaechenhaltbarkeit erhoehen. Der Banco loest sich im Regen rasch auf und kann stehende Naesse (Pfuetzen) und Spritzwasser ueberhaupt nicht vertragen.
In der Kolonialzeit fuehrten die Franzosen den uniformen sogenannten "schwarzen" Lehmziegel (20 x 40 cm) ein, der in einer Holzform gestrichen und an der Luft getrocknet wird. Dessen Eigenschaften unterscheiden sich kaum von der oben geschilderten Lehmbauweise.
Lehmbauten und -mauern muessen alljaehrlich vor der Regenzeit neu verputzt werden, damit die Wassermassen bei den Platzregen rasch abfliessen und keine Rillen in Mauern oder Loecher in die Decken fressen koennen.
Gebrannte Lehmziegel haben sich seit vielen Jahrzehnten in den laendlichen Staedten durchgesetzt. Sie werden in kleinen flachen Kaesten gestrichen, zunaechst an der Luft getrocknet und anschliessend in Mieten gebrannt.
Ziegel sind schwer und lassen sich im Sand kaum transportieren. Bauunternehmer suchen sich deshalb die Ziegelbrenner in Lere oder Goundam, bringen sie direkt an die Baustellen, suchen dort die geeigneten Tonerdevorkommen und lassen die Ziegel an Ort und Stelle brennen (Bilder aus Essakane).
Die vor Wasser geschuetzten innenliegenden Mauern werden aus mechanisch stabilisierten Lehmziegeln errichtet. Der Lehm wird in einer mechanischen Presse mit mehreren Tonnen Druck zu Ziegeln geformt und anschliessend an der Luft getrocknet.
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