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Als Perimeter (franzoesisch = Flaeche) bezeichnet man in Mali die Bewaesserungsfelder: "Perimetres Irrigués Villageois" (doerfliche Bewaesserungsflaechen).

Bei diesen Perimetern handelt es sich um Anlagen, die im Projektgebiet seit der Duerre der siebziger Jahre durch mehrere Foerderprogramme internationaler Geber am Niger fuer den Reisanbau (spaeter in kleinerem Umfang auch fuer den Weizenanbau) eingefuehrt und nach dem Ende der feindlichen Auseinandersetzungen der neunziger Jahre im Rahmen der Friedenssicherung weiter vorangetrieben wurden.

Diese Perimeter liegen direkt am Niger oder seinen Nebenfluessen und haben jeweils Flaechen von zwanzig bis dreissig Hektar. Wasser wird mit einer am Flussrand installierten mobilen Dieselpumpe in ein Betonbecken am Anfang des Bewaesserungskanals geleitet. Das Wasser fliesst mit der Neigung der Kanaele zu den einzelnen Parzellen.

Die Nutzer erhalten Parzellen in der Groesse zwischen 1/4 und 3/4 Hektar. Die Groesse der Parzelle haengt von der Anzahl der Arbeitskraefte pro Familie ab. Das Interesse der Nutzer an den Perimetern liegt in der Produktionssicherheit. Der groessere Teil der Produktion ist fuer den Eigenbedarf bestimmt, der kleinere fuer den Verkauf. Der Ertrag an ungeschaeltem Reis (Paddy) liegt zwischen vier und sechs Tonnen pro Hektar. Meist wird nur einmal im Jahr angebaut, an vielen Standorten sind jedoch zwei Ernten im Jahr moeglich.

Die Massnahmen umfassen die Planung und den Bau der Bewaesserungsanlagen, den Bau kleiner Lagerhaeuser, den Bau von Brunnen fuer den Trinkwasserbedarf, die Beschaffung der Pumpanlage wie der Produktionsmittel fuer die erste Anbausaison, die Ausbildung von Pumpenwaertern sowie ergaenzende Ausstattungsmassnahmen (Reservetanks, Werkzeuge). Um die ausgebauten Bewaesserungsflaechen werden Windhecken angelegt.

Fuer den Betrieb und die Unterhaltung der Perimeter sind die baeuerlichen Produktionsgemeinschaften zustaendig. Unterstuetzungs- und Beratungsmassnahmen sind vorgesehen, um sie in die Lage zu versetzen, diese Aufgaben angemessen wahrzunehmen.

Zur Deckung der Produktionskosten, Instandhaltung der Anlagen und Amortisation der Motorpumpe muessen die Bauern von den erzielten Ertraegen einen Teil an das Nutzerkomitee abliefern (Pacht oder "redevance"). Aufgrund der Ertraege von durchschnittlich fuenf Tonnen pro Hektar) ist das grundsaetzlich kein Problem. Der
Verkauf des bereitgestellten Getreides ist Aufgabe der Nutzerkomitees, die dabei vom TZ-Programm unterstuetzt werden. Die Einnahmen dienen dem Einkauf der Produktionsmitteln fuer die naechste Anbausaison.
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