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Mali will sich bei den Grundnahrungsmitteln selbst versorgen. Die malische Reisproduktion deckte 1998 ca.90% des nationalen Verbrauchs ab. Mali hat durch den Fluss Niger die Moeglichkeit, Reis auch in die Nachbarlaender zu exportieren. Mali ist gegenueber Reisimporten aus Asien wettbewerbsfaehig. Die Abwertung des FCFA, die Liberalisierung der Maerkte und der Rueckzug des Staates aus Produktion und Vermarktung haben in den vergangenen Jahren die Lage verbessert. Die malische Regierung moechte den arbeitsintensiven und kostenguenstigen (und dennoch nachhaltigen) Ausbau der kleinbaeuerlichen Bewaesserungslandwirtschaft foerdern, um das Potenzial breitenwirksam zu nutzen.
Diese Politik setzt das Programm Mali-Nord seit 1995 konsequent um. Von 1996 bis 1999 haben fuenf ECHO-Programme arbeitsintensive Massnahmen der Bewaesserungslandwirtschaft finanziert (insgesamt drei Millionen Euro). Von 2000 bis 2002 stehen im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) zum ersten Mal die Mittel fuer ein zusammenhaengendes, mehrjaehriges Vorhaben zur Verfuegung, insgesamt zehn Millionen DM, von denen rund zwei Drittel in die Bewaesserungslandwirtschaft fliessen sollen.
Zwei Typen von Anlagen werden gefoerdert: Bewaesserungsperimeter (kontrollierte Bewaesserung) und Ueberschwemmungsflaechen (semikontrollierte Bewaesserung). Die Anlagen koennen von den Nutzern weitgehend selbst gebaut, unterhalten und betrieben
werden.
Bei beiden werden die Erdarbeiten von den Bauern selber durchgefuehrt; lokale Maurer erledigen die Betonbauten. Die Nutzer leisten dadurch einen erheblichen Eigenbeitrag. Das hat Einsparungen bei den Investitionsmitteln zur Folge und staerkt die Identifizierung der Zielgruppe mit dem Vorhaben. Das Programm Mali-Nord kooperiert mit dem staatlichen Beratungsdienst fuer die Landwirte.
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