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| Vom 24. bis 28. Januar stattete der deutsche Bundespraesident Johannes Rau gemeinsam mit seiner Frau und einer fast hundertkoepfigen Delegation Mali einen Staatsbesuch ab. Am Samstag den 26. Januar ging es nach Timbuktu. Zu der deutschen Delegation hatte sich die malische hinzugesellt, der malische Premierminister und vier seiner Minister. Zunaechst ging es zur symbolischen Schluesseluebergabe der Stadt vor das Rathaus von Timbuktu, dann zu Fuss ueber den Unabhaengigkeitsplatz auf die Ehrentribuene. Die zentrale Ansprache hielt der Hochkommissar der Region Mahamadou Maiga (Oberst der malischen Luftwaffe). Er wuerdigte die Rolle der Deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Mali und vor allem in der Region Timbuktu und dankte fuer den deutschen Beitrag zum Frieden im Norden Malis. Der Bundespraesident ging in seiner Ansprache auf den herzlichen Empfang in Timbuktu ein, die Patenschaft zwischen Timbuktu und Chemnitz sowie auf die Zukunft der zahlreich versammelten Kinder und Jugendlichen, die der deutschen Solidaritaet gewiss sein duerften. Gegen 11.00 Uhr fuhr die Wagenkolonne (50 Fahrzeuge) nach Korioume, dem 17 km entfernten Hafen von Timbuktu, dort wartete die Faehre, um die Delegation auf die andere Seite des Niger zu bringen. Die nomadische Ansiedlung Ewet (Tamascheck= Markt) gegenüber von Korioume symbolisiert die insgesamt 5.000 Hektar Bewässerungsflächen, die im Rahmen des Programms Mali-Nord seit 1995 in Stand gesetzt und neu geschaffen worden sind. Die Wahl dieses Ortes sollte zugleich die Gleichberechtigung der nomadischen Bevölkerung mit den Sesshaften (vor allem Sonrhai) unterstreichen. Hier in Ewet empfing der Beirat des Programms Mali-Nord den Bundespräsidenten im Tuareg-Milieu. Der Festplatz war am Rande einer kleinen nomadischen Ansammlung von Zelten hergerichtet worden. Rund hundert Kamelreiter der Tuareg und eine grosse Menge von Menschen erwartete die Delegation. Der Bundespraesident schritt das Gästespalier, die Kamelreiter, die Tänzer und Musikanten ab und begab sich in Begleitung seiner Frau, der parlamentarischen Staatssekretaerin des BMZ, Frau Eid, dem Staatssekretaer des AA, Herrn Chrobog, dem malischen Premierminister Sidibe und dessen Frau sowie den vier malischen Ministern und weiteren Mitgliedern der deutschen Delegation in das Hauptzelt. Der Großgriot (Stadtschreier und Sozialmakler) von Timbuktu, Moussa Moussa, stellte den Beirat des Programms Mali-Nord und einige der zahlreich anwesenden Notablen vor. Dann hielt Aghatam ag Alhassane, Mitglied des Beirats, die Begruessungsansprache. Eine kurzes Gespraech mit den Bundespraesidenten schloss sich an. Der offizielle Teil endete mit einem Redebeitrag von Frau Dr. Uschi Eid. Sie ging auf die Bedeutung des Programms Mali-Nord ein und sicherte dessen Fortbestand zu. Kurz darauf ritt Frau Eid auf einem der festlichen hergerichteten Kamele eine Ehrenrunde. Am Nachmittag besuchte der Bundespraesident bei einem Stadtrundgang durch Timbuktu das Heinrich-Barth-Museums sowie die grosse Moschee Djingereyber. Kurz vor dem Abflug um 17.00 Uhr nach Mopti, dort uebernachteten der Bundespraesident, Frau Rau und die Delegation vor ihrem Besuch des Dogonlandes am Sonntag den 27. Januar, sprach der Bundespraesident mit einer Versammlung von Weisen des Nordens, die seit laengerem ueberlegen, auf welche Weise die Zivilgesellschaft zu mehr Sicherheit im hohen Norden beitragen kann, der noch immer von bewaffneten Banditen und Resten der Rebellion heimgesucht wird. Diese Gelegenheit nutze der Bundespraesident, um die vom BMZ beschlossene Aufstockung der Mittel des Programms Mali-Nord um DM 5 Mio. (Euro 2,56 Mio.) zu verkuenden. Diese Mittel dienen vor allem der Krisenpraevention und Konflikteindaemmung. Bild 1: Ankunft am Flughafen Timbuktu: Neben dem Bundespraesidenten Johannes Rau, seine Frau Christina, der malische Premierminister Mande Sidibé und dessen Frau. Bild 2: Die Delegation auf der Ehrentribuene in Timbuktu. Bild 3: Bundespraesidenten Johannes Rau und seine Frau Christina Bild 4: Der Bundespraesident bei seiner Rede vor der Ehrentribuene in Timbuktu. Bild 5: Ueberfahrt mit der Faehre von Korioume nach Ewet auf der gegenueberliegenden Seite des Niger. Bild 6: Die Bevoelkerung aus Ewet (Tuareg) und den umliegenden Doerfern (Sonrhai) beim Empfang. Etwa einhundert Kamelreiter bildeten das Ehrenspalier. Bild 7: Der Bundespraesident beim Gespraech mit dem Beirat des Programms Mali-Nord. Bild 8: Die parlamentarische Staatssekretaerin Dr. Uschi Eid bei der Ehrenrunde auf dem Kamel |
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